Wie alles begann...

Meine erste Begegnung mit dem Deutschen Schäferhund war sehr schmerzhaft. Ich war gerade im Grundschulalter, als ich im wahrsten Sinne den ersten "Eindruck" von dieser Rasse bekam. Dieser "Eindruck" gestaltete sich in Form mehrerer Hundezähne in meinem linken Oberarm. Ich spielte gerade mit einer Schulfreundin auf einer Wiese hinter dem Haus. Als mich meine Mutter zum Essen rief, rannte ich los und setzte an, unseren Gartenzaun zu überwinden. Natürlich hätte ich mich langsam bewegen müssen, denn die beiden Schäferhunde, die dem Vater meiner Spielgefährtin gehörten, gingen regelmäßig auf den Hundeplatz und waren scheinbar für eine zusätzliche Trainingseinheit sehr zu haben...

Heute hätten sich da wahrscheinlich die Anwälte gefreut und der Hund nicht mehr lang gelebt. Den Fehler habe ich gemacht! Aber...was uns nicht umbringt, macht uns hart!

Viele Jahre später, kam es während meines Grundwehrdienstes zum Kontakt mit einer Hundestaffel, die zur Wendezeit aufgelöst wurde. Mich beeindruckten der Gehorsam und die Arbeitsfreude, sowie die Gesamterscheinung der Rasse Deutscher Schäferhund. Bei der Auflösung der Staffel war der Werdegang der Hunde unklar. Wer wollte schon einen ausgemusterten Hund? Klar - Ich! So gab ich der zweijährigen "Vaga" ein neues Zuhause, einer grauen, ostblütigen Hündin.

Die Treue und Wachsamkeit, gepaart mit der Dankbarkeit, dass ich sie höchstwahrscheinlich vor der Kugel gerettet hatte, ließen sie zu einem Muster dieser Rasse werden. Ich liebte sie über alles! Leider musste ich sie im Lebensalter von 14 Jahren hergeben. Ein tolles Alter, wenn man die heutige Erwartung der Hunde betrachtet.

Für mich stand fest: Es muss wieder einen Schäferhund geben. Es dauerte nicht lang, da fand ich einen Welpen, Condor vom Steudingshof. Mein Nachbar, richtig - der mit den arbeitsfreudigen Rüden vom Anfang dieser Geschichte, warb mich als neues Mitglied der Ortsgruppe Tabarz im Thüringer Wald. Danke Harald !

Ich trat 1998 in den SV ein und ließ 2001 meinen Zwingernamen "von Arenaris" schützen der den Bezug zu einer Heilquelle in meinem ehemaligen Heimatort Tabarz herstellt.

Condor entwickelte sich prächtig und erwies sich als sehr gelehrig. Schon bald interessierten mich aber die schwarz-braunen Vertreter der Rasse. Besonders die Hunde aus dem Zwinger "vom Fiemereck" des Züchters Martin Steffen hatten es mir angetan. Typ und Ausdruck dieser Hunde sind seither mein Ideal geworden. Danke Martin, dass es die "Fiemerecker" gibt!

Mein Condor übrigens wurde ein hervorragender Polizeihund in Boston / USA!

 

http://www.wickedlocal.com/braintree/news/x563237741#axzz1WKBFCvUv

Seither habe ich eine Menge Lehrgeld bezahlt. Ich hatte einige Hunde aus unterschiedlichen namhaften Zuchten, die sich mit zahlreichen Titeln schmücken. Dabei musste ich feststellen, dass man sich einen guten Hund selber züchten muss, denn: als "kleiner Mann" bekommt man auch nur das Zuchtmaterial, was die "Großen" selbst nicht wollen!

 

 

Also ist Geduld gefragt. Geduld mitunter über Jahrzehnte! Ich persönlich habe in den letzten dreizehn Jahren ganze 13 Würfe gezüchtet. Ich bin zum Glück dank meines Berufes nicht dazu verdammt, mit meinen Hunden Geld zu verdienen. Ich persönlich distanziere mich von der Massenproduktion. Getreu dem Motto des Rassebegründers Max von Stephanitz: Schäferhundzucht ist Hobbyzucht !

Mein Ziel:

Ich persönlich freue mich, wenn es mir gelingt, einen gesunden, umgänglichen und gelehrigen Schäferhund zu züchten, der mir persönlich gefällt und meinem Ideal der "Fiemerecker" nahe kommt. Wenn der Richter dann noch bestätigt, dass dieser Hund dem Standard entspricht und seine Leistung bringt, bin ich stolz und glücklich.

Wenn dann dieser Hund auch noch "zu gebrauchen" ist, wie man das von einer Gebrauchshundrasse erwarten darf, ist das die Krönung für mich !

Das definiere ich als Erfolg!